Das Rettungsdienstgebiet
erstreckt sich von Laudenbach über Mannheim Sandhofen, den Rhein herunter nach
Hockenheim über Schriesheim nach Weinheim mit einem kleinen Teil vom Odenwald.
Nach dieser kleinen
Einführung gingen wir eine Etage höher in die durch eine Feuertür gesicherte
Rettungsleitstelle. Herr Rensland bat uns, da die zwei noch zur Zeit anwesenden
Operatoren Rettungaufträge annahmen, recht ruhig zu sein.
Wir gingen also in eine
schwach beleuchteten Raum hinein (wegen den Bildschirmarbeitsplätzen). Nach dem
sich die Augen an das gedimmte Licht gewöhnt hatten sahen wir einen mit
modernster Technik vollgestopften Raum. Was einem zuerst auffiel, waren die drei
Monitoren an jedem Arbeitsplatz. Der Raum hatte mit fünf Arbeitsplätzen zu je
drei Monitoren leichte Ähnlichkeit mit dem Raumschiff Enterprise.
Dass die beiden nichts
gemeinsam haben, erklärte uns Herr Rensland dann auch sofort an einem der
Arbeitsplätze. Er schaltete zuerst das Telefon - ein unscheinbaren schwarzen
Kasten - ein. Auf dem nun erleuchteten Display konnte man viele Tasten und
Buttons mit den verschiedensten Aufschriften erkennen. Eine kurze Berührung und
es erschienen die Telefonnummern der Mannheimer Krankenhäuser, eine weitere
Berührung und es erschien eine Liste mit vielen weiteren Namen, die durch
einfaches Antippen gewählt werden konnten.
Der Disponent arbeitet an
drei Bildschirmen um die vielen Rettungs oder Krankentransport Aufträge
abarbeiten zu können. Dabei wird er von einer Software der Firma Wessa
unterstützt die ursprünglich für den Betrieb von Flughäfen entwickelt wurde. Die
Rettungsleitstelle Mannheim ist die erste Leitstelle ihrer Art die in
Deutschland so aufgebaut wurde. Die Technik, das Rückrat der Leitstelle wurde
von der Firma Frequentes installiert und findet in drei mannshohen Schränken auf
der Rückseite des Disponentenraumes Platz. Die Technik ist auf doppelte und
dreifache Sicherheit ausgelegt. Sollten einmal alle „Stricke reissen“ (was
niemand hofft) so können noch normale Tastentelefone an die Telefondosen
angeschlossen werden, so hätte dann jeder Disponent so 5-6 Telefone vor sich
stehen.
Einige Zahlen über das
Rettungsdienstgebiet Mannheim
Die Leitstelle wurde am 21. Februar 1999 um 3.00Uhr in
Dienst gestellt , besitzt 5 Disponentenplätze und verbindet das Bestreben nach
modernster und zugleich sicherster Kommunikation.
Davon sind immer (24Std.) 2 Plätze besetzt.
In der Zeit von 8-16 wird die Belegschaft auf bis zu 4 Disponenten aufgestockt.
Die Anzahl der Rettungswagen schwankt
zwischen 7 Nachts und 31 Tagsüber.
Die Anzahl der Notarzteinsatzwagen (NEF)
beläuft sich auf 4Stück (24 Std.).
Ihre Standorte sind: